NOAH - Arche in Not
Bei der NOAH handelt es sich um ein unter österreichischer Flagge fahrendes Schiff, auf dem Kinder und Jugendliche, die nicht auf der Schokoladenseite des Lebens stehen, zusatztherapiert werden.
Sie sind aus ihrer Herkunftsfamilie, in der sie über viele Jahre Demütigungen, Misshandlungen und Missbrauch erfahren haben, herausgelöst und leben in fachlich betreuten Wohngruppen in Wien. Diese stehen unter der Leitung des Sozialpädagogen Herbert Siegrist, der zugleich Eigner des Schiffes ist.
Zeit auf der NOAH zu verbringen, bedeutet für „seine“ Kinder - wie auch für die fremder Einrichtungen - ein besonderes Erleben menschlicher Nähe und die Langzeittörns von 7 bis 9 Monaten haben sich bei Betroffenen mit ganz besonders schwieriger Problematik als einzige Alternative zur Therapie an Land erwiesen, denn erst eine langfristige Mann-zu-Mann-Betreuung auf engstem Raum ermöglicht einen Zugang zu den traumatisierten jungen Menschen.
Wegen des zunehmend maroden Zustandes des Schiffes konnte aber seit 2006 kein längerer Törn mehr stattfinden. Private Mittel zur weiteren Restaurierung waren nicht mehr vorhanden, die staatliche Unterstützung beschränkt sich auf den Unterhalt der Kinder. Das Schiff war als schwimmende Therapiestätte also schon fast abgeschrieben…
